BTE Blog: Tourismus im ländlichen Raum Wenn Tourismusberater reisen Unsere Highlights des Sommers


Ein Beitrag von:
Silke Heck
geschrieben am 01.10.2018

Hand aufs Herz: Sind wir nicht alle – zumindest zu einem ganz kleinen Teil – Touristiker geworden, weil wir so gerne verreisen?! Dass diese Tatsache in keinster Weise schädlich ist, sondern der buchstäbliche „Blick über den Tellerrand“ die eigene Arbeit immer wieder befeuern kann, erleben wir in unserem Team jedes Jahr nach der großen Welle der Sommerurlaube aufs Neue. Ob beim Kaffeemaschinen-Plausch oder auch in größerer Runde berichten wir dann von tollen Produkten, Angeboten oder Serviceideen, die uns im Urlaub begegnet sind und begeistert haben - und natürlich schwingt dabei immer auch mit, was wir daraus für unsere eigenen Beratungsprojekte und Kunden mitnehmen können. Unsere diesjährigen Highlights und guten Beispiele möchten wir gerne mit Ihnen teilen:


 


Katharina Meifert: Weinwandern am Kaiserstuhl
„Wandern geht auch mit einer kulinarischen Komponente. Im schönen Kaiserstuhl machten wir zu fünft eine Wanderung mit dem Genussrucksack entlang des Schelinger Kirchberges. Ausgestattet mit drei verschiedenen Weinen des heimischen Weingutes, Käse, Wurst, Brot, Ei, Obst und Wasser sowie Equipment (Weingläser, Teller, Besteck, Korkenzieher, Kühlmanschetten) führte uns der Weg durch die Weinberge. Verweilt wurde auf drei Rastplätzen mit Sitzgelegenheiten, Tischen und hervorragendem Blick in die umliegende Landschaft. Verschiedene Infotafeln entlang des Weges informierten über die historischen Weinterrassen, die Tier- und Pflanzenwelt des FFH- und Vogelschutzgebietes „Kaiserstuhl“ und vieles mehr. Der mit dem Flyer dargestellte Rundweg ist ca. 4 km lang. “

Janika Schneider: Alpine Wanderung mit rasantem Finale
„Unsere Halbtageswanderung durch das Allgäuer Oytal, bis hoch auf 1405 m zur Käseralpe, war in vielerlei Hinsicht ein erlebnisreicher Ausflug: Von Oberstdorf aus folgten wir zunächst dem eindrucksvollen Flusslauf des Oybachs. Später führte uns unser Weg vorbei an idyllischen Alphütten, in die wir in regelmäßigen Abständen nur allzu gern zum Verschnaufen einkehrten. Auf dem weiteren Aufstieg galt es schier endlose Rinderweiden zu durchkreuzen und schließlich den imposanten Stuibenfall zu queren. Nachdem wir die Käseralpe erreicht und eine zünftige Allgäuer Brotzeit genossen hatten, machten wir uns auf den Rückweg. Mit müden Füßen und erschöpft von den Erlebnissen des Tages waren wir dankbar über das Angebot, das uns auf dem Weg ins Tal am Oytalhaus erwartete: Für 7 Euro konnten wir uns einen Tretroller ausleihen und damit die letzten 7 km zurück ins Dorf sausen. Da mussten wir nicht lange überlegen! Mit frischem Fahrtwind um die Nase genossen wir das herrliche Panorama, das sich uns auf unserer Abfahrt bot. Im Dorf angekommen gaben wir unsere Roller ganz unkompliziert an der dafür vorgesehenen Abgabestation zurück. Ein rundum tolles Naturerlebnisangebot!“

Alexander Schuler: Ein herzliches Willkommen auf Kreta
„Die Agreco Farm oberhalb der Stadt Rethymnon auf Kreta stellt nicht nur eigene Produkte her, sondern nutzt diese auch in der angeschlossenen Taverne und verkauft sie im hauseigenen Shop. Gleich beim Betreten der Taverne begrüßte uns ein kleiner Tisch mit frischem Wasser und einem authentischen, herzlichen Willkommensschild. Diese einfache und kleine Lösung fand ich gelungen und wir haben uns sofort wohl gefühlt. Leider konnten wir dort nur einmal essen, weil die Taverne an den anderen Urlaubstagen immer ausgebucht war.“


  • © Katharina Meifert • BTE Ausstattung für eine genussvolle Wanderung
  • © Janika Schneider • BTE Komfortable Rückfahrt für müde Wanderer
  • © Alexander Schuler • BTE Willkommensgruß im Eingangsbereich

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Silke Heck: Barrierefreies Naturerleben von A bis Z am Wilden Weg
„Vom Wilden Weg im Nationalpark Eifel hatte ich natürlich schon gehört. Immerhin war er 2015 für den Deutschen Tourismuspreis nominiert, als ich beim DTV noch diese Auszeichnung betreute. Was gut klingt und auf Fotos gut aussieht, ist in Wahrheit noch beeindruckender: Schon der Startpunkt des Wilden Weges überzeugt mit vielen Sitzmöglichkeiten, Schutzhütte, WC und interessanten Informationen. Die sind nicht nur viersprachig, in Braille- und Reliefschrift sowie in leichter Sprache, sondern per Knopfdruck auch als Audioschleifen verfügbar. Die Bedienelemente sind unterfahrbar und damit auch für Menschen im Rollstuhl zu bedienen. Das hohe Maß der Barrierefreiheit setzt sich auf 1,5 Kilometern fort. Außerdem bieten Erlebnisstationen Spaß und Wissen für Groß und Klein: Stahlsilhouetten lassen Wolf, Hirsch und sogar ein Bison in Lebensgröße am Wegesrand erscheinen, Pilze werden durch Modelle aus Holz „greifbar“ und auch die unbändige Kraft von Orkan Kyrill kann an einer Station gespürt werden. Mich hat das Umweltbildungsangebot für Menschen mit und ohne Behinderung wirklich beeindruckt.“

Juliane Koch: Stadtführung mit Entertainment-Faktor
„In Sofia, Bulgarien, hatte ich eine fantastische Stadtführung mit dem Free-Sofia-Tourguide Tommi. Ein echter Entertainer, der die Stadtgeschichte rasant-humorvoll erzählte und mit vielen persönlichen Anekdoten spickte. Um uns die wesentlichen Persönlichkeiten der Stadt näherzubringen, stellte er einige Teilnehmer von uns in eine Reihe und ordnete jedem von uns eine historische Person zu. Ich selbst war Zar Boris III. Die anderen Teilnehmer sollten das bulgarische Volk spielen. Zu jeder Persönlichkeit erzählte Tommi, was dieser für oder „gegen“ das Volk unternommen hatte – je nach dem wurde man vom Volk ausgebuht oder beklatscht. Eine tolle Art, in Kürze erzählerisch Jahrhunderte zu überbrücken und das Publikum einzubinden!“



Weitere Informationen (externe Webseiten)

» Weinwandern am Kaiserstuhl

» Informationen zum Oytal-Roller

» Homepage der Agreco Farm

» Informationen zum barrierefreien Wandern in der Eifel

» Free Sofia Tour



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