Vorstellung der Studie zum digitalen Verhalten der Wanderer auf der ITB BTE am 9.3.2018 beim „Fachforum Wandern“ des Deutschen Wanderverbandes


12.02.2018

Wie digital ist das erfolgreiche Wanderangebot der Zukunft? Welche Rolle wird zukünftig digitales Routing im Natursport spielen? Wieviel physische Beschilderung wird zukünftig erforderlich sein?
Viele Wanderregionen und Leistungsträger fragen nach dem richtigen, marktorientierten Angebot von Informationen im Natursport. Diese Frage ist aus vielen Gründen interessant: Nachfrage nach digitalen Wanderangeboten, Kosten für Aufwand und Sicherung von Markierungszeichen bzw. digitalen Routen, Haftung, Verkehrssicherung, …
BTE legt in Kooperation mit dem Deutschen Wanderverband eine Marktforschung zur Nutzung digitaler Medien entlang der Customer Journey beim Wandern auf. Dafür wurden 1.000 für die Bevölkerung repräsentative deutsche Haushalte sowie 600 Mitglieder des Deutschen Wanderverbandes zu ihrem digitalen Verhalten als Wanderer befragt.
Die Ergebnisse machen deutlich: Die Digitalisierung hat auch die Outdoor-Aktivitäten wie das Wandern erreicht:
Zur Vorbereitung und Planung der Reise nutzen bereits 62% der antwortenden Wanderer das Internet (Platz 1). Während der Reise sind allerdings Schilder (77%), Markierungen (49%) und Wanderkarten (46%) unverändert besonders wichtig. Mobile Navigation landet mit 36% bereits auf Platz 4.

Die Nutzung digitaler Medien bei der Orientierung unterwegs zeigt ein polarisiertes Bild:

  1. Die physischen Medien (Markierung, Schilder, Karten) haben für viele Wanderer unverändert hohe Bedeutung. 57% der Wanderer orientieren sich ausschließlich über Markierungen/Wegweisung und rund 37% verzichten beim Wandern bewusst auf Smartphone bzw. GPS-Gerät.
  2. Auf der anderen Seite orientieren sich 27% der Wanderer ausschließlich über Smartphone bzw. GPS-Gerät.
  3. Rund 59% sind interessiert an digitaler Navigation; sie stimmen der Aussage „Navigation über moderne Technik, z. B. Smartphone oder GPS: das interessiert mich, ich möchte das gern anwenden“ zu.

Damit besteht ein starkes Marktpotenzial für digitale Angebote im Wandermarkt, u. a. bei der
  1. Reisevor- und -nachbereitung,
  2. Produktentwicklung: zielgruppen-, saisonspezifisch, aktuelle Gegebenheiten berücksichtigend (Sperrungen, Gefahrenstellen, …).
  3. Einbindung der Wanderer in die Qualitätssicherung durch Meldungen, z. B. in digitalen Karten.

Digitales Routing wirft aber auch Fragen auf, u. a.
  1. Haftung bei Eröffnung einer nicht physisch markierten Route,
  2. Darstellung „offizieller Routen“ und Abgrenzung von Routen-Empfehlungen privater Nutzer,
  3. Orientierung bei Ausfall der Technik,
  4. Datenhandling/Hosting in Zeiten zahlreicher Systeme: Kompabilitäten.

Aufbauend auf die Studie werden BTE und der Deutsche Wanderverband u.a. Vorschläge zur zukünftigen Besucherlenkung und Pflege der Informationssysteme für Wanderregionen und Wandervereine entwickeln.
Die Ergebnisse der Studie werden am 9.3.2018 im Rahmen des Fachforums Wandern auf der ITB vorgestellt (11:30 - 13:00 Uhr; Berlin Messegelände Raum VIP 2) und nachfolgend veröffentlicht.

Ihr Ansprechpartner

Dipl.-Ing. Mathias Behrens-Egge
Geschäftsführer • Büroleitung Standort Hannover

Telefon: (0511) 7 01 32 - 20
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