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Dominika Mazurkiewicz im rbb zur Klimaanpassung im Tourismus

27/08/2025

Unsere Kollegin Dominika Mazurkiewicz war kürzlich im rbb zu Gast und hat dort spannende Einblicke zum Thema Klimaanpassung im Tourismus gegeben. Unten finden Sie die Transkription des Kurzinterviews.

Zum Jahresende schließen wir zudem gleich zwei umfangreiche Projekte zur Klimaanpassung im Tourismus ab. Unter wissenschaftlicher Begleitung entsteht ein Klimagutachten für Brandenburg, das praxisnahe Leitfäden für Tourismusakteure liefert. Parallel dazu entwickeln wir eine umfassende Klima-Roadmap für die Tourismusbranche in Berlin.

Ein Thema – zwei Perspektiven: Während naturtouristische Destinationen in Brandenburg auf ganz eigene Weise vom Klimawandel betroffen sind, stellen sich für die Metropole Berlin andere Herausforderungen.

Rbb24: Ja, fragen wir dazu Dominika Mazurkiewicz von der BTE Tourismus und -Regionalberatung. Schönen guten Abend.

Mazurkiewicz: Hallo.

Rbb24: Welche Ideen oder Tipps hätten Sie denn für Fördermöglichkeiten für so wichtige Projekte, wie diese Investitionen, zum Beispiel auf dem Campingplatz?

Mazurkiewicz: Tatsächlich habe ich keine spezifischen Fördermöglichkeiten für Klimaanpassung in KMOs gefunden. Allerdings gibt es viele Programme wie das KfW-Umweltprogramm, wo auch kleinere Unternehmen sich um Mittel bewerben können, von denen auch Klimaschutz und Umweltmaßnahmen finanziert werden.

Rbb24: KfW, die Kreditanstalt für Wiederaufbau, aber schauen wir doch mal genau auf Berlin, auf die große Stadt, die sich sowieso natürlich aufheizt im Sommer. Da arbeiten Sie auch dran. Welche Strategien gibt es denn da in Sachen Tourismus mit solchen Hitzetagen und -perioden klarzukommen, auch in Sachen Gäste, die in die Stadt kommen wollen?

Mazurkiewicz: Ganz wichtig ist es, für Touristinnen und Touristen Möglichkeiten zur Abkühlung zu schaffen. Das kann zum Beispiel Verschattung von einer Warteschlange vor einem Museum sein. Das können Trinkbrunnen sein. Diese dienen natürlich auch den Einheimischen in Berlin. Jedoch müssen sie auch in das Tourismus-Marketing eingebunden werden, sodass Menschen, die nicht von hier kommen, auch darüber informiert werden können.

Rbb24: Sie arbeiten auch mit Visit Berlin zusammen und erarbeiten dabei so eine Art Roadmap für den Klimaschutz und den Klimatourismus in der Stadt. Das hört sich sehr blumig an. Was genau steckt dahinter?

Mazurkiewicz: Wir möchten systematisch aufzeigen, welche Auswirkungen der Berliner Tourismus auf den Klimawandel hat, und umgekehrt, wie touristische Betriebe in Berlin von dem Klimawandel betroffen sind. Hier geht es auch darum, Betrieben in verschiedenen Segmenten ganz konkrete Maßnahmen an die Hand zu geben, damit sie in diesem Bereich tatsächlich aktiv werden und sich resilienter aufstellen können.

Rbb24: Welche konkreten Maßnahmen könnten das sein? Können Sie mir ein oder zwei Beispiele nennen?

Mazurkiewicz: Das müssen auch nicht immer Maßnahmen sein, die sehr teuer sind. Wir fangen mit ganz kleinen Themen an. Zum Beispiel, wenn ich eine Führung organisiere, dann muss sie vielleicht nicht um 14 Uhr stattfinden, wenn die Hitze am größten ist, vielleicht kann ich sie in die Abendstunden oder in die Morgenstunden verschieben. Man sollte auch die Mitarbeitenden schützen, zum Beispiel entsprechende Bekleidung für sie schaffen. Wir versuchen, es segmentspezifisch so zu beschreiben, dass das umsetzbar ist.

Rbb24: Ein Thema, das uns bestimmt noch lange beschäftigen wird. Aber herzlichen Dank für ihre ersten Impulse. Dankeschön, an Dominika Mazurkiewicz von der BTE Tourismus und -Regionalberatung.

Mazurkiewicz: Vielen Dank.

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