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Niedersächsische Destinationen machen sich „Bereit für den Restart“

(C) Constantin Foltin | TMN! | CC BY 4.0

Die TourismusMarketing Niedersachsen GmbH (TMN) diskutierte mit 45 Teilnehmenden in einer digitalen Veranstaltung am Montag, 3. Mai, welche innovativen Ansätze es in Niedersachsen braucht, um den aktuellen Entwicklungen im Tourismus angemessen begegnen zu können. Dr. Alexander Schuler leistete einen Beitrag zur Entwicklung einer smarten Destination und lieferte Impulse zur Umsetzung dieser. 

Nicht nur die Corona-Pandemie und ihre massiven Auswirkungen auf die Tourismusbranche, sondern auch die Digitalisierung, als einer der stärksten Treiber gesellschaftlicher Veränderungen, stellen die deutschen Destinationen vor große Herausforderungen: Besucherlenkung und Kapazitätsmanagement sind die Themen der Stunde, wenn es darum geht Besucherströme unter Einhaltung der Corona-Bestimmungen zu steuern und die Symptome von (punktuellem) Übertourismus zu lindern. Hinzu kommt das veränderte Reiseverhalten und die neuen digitalen Gewohnheiten der Gäste, denen die Destinationen begegnen und gerecht werden müssen. Es stellt sich außerdem die Frage, wie es mithilfe digitaler Instrumente gelingen kann die Service- und Erlebnisqualität vor Ort zu verbessern und innovative Produkte und Angebote zu gestalten, die den Gästen einen echten Mehrwert bieten und optimal auf die Destinationsmarke einzahlen. 

Drei sehr gute Beispiele aus dem Tourismus in Niedersachsen zeigten, welche ersten Ansätze es gibt bzw. welche sich in der Entwicklung befinden, um den aktuellen Herausforderungen zu begegnen: 

  • FRIDA – ein Reservierungssystem zur Steuerung von Besucherströmen auf den Ostfriesischen Inseln
  • Digitale Gästeinformation ohne Grenzen in der GEO Region 
  • Digitale Besucherlenkung als ein Erfolgsfaktor für den Nordsee Tourismus 

Dr. Alexander Schuler lieferte in seinem Impulsvortrag „Smart Destination – mehr als digital, vielmehr ein umfassender Ansatz für ein Destinationsmodell der Zukunft“ sowohl die theoretische Klammer als auch weitere praxisorientierte Beispiele. Er betonte u.a., dass aktuelle Lösungen aus technologischer Sicht sicherlich smart sind und der Niedersachsen Hub die großartige Chance bietet, mit der digitalen Infrastruktur eine ganz wichtige Grundlage für einen zukunftsorientierten Tourismus im Bundesland zu liefern. Eine smarte Destination als Zukunftsmodell vereint allerdings die Dimensionen der digitalen Technologie mit denen der Nachhaltigkeit, Barrierefreiheit und Innovation.

Auf dem Weg zu einer smarten Destination plädiert Dr. Alexander Schuler für ein mehrgleisiges Vorgehen:

  1. Digitale Ausstattung (WLAN etc.) entwickeln    
  2. Dateninfrastruktur aufbauen (NDS-HUB) 
  3. Gesamt-strategischen Ansatz entwickeln (Zielgruppe im Fokus)
  4. Digitale Anwendungen aufsetzen (FRIDA etc.)
  5. Sensibilisierung und Coaching von und in Unternehmen
  6. Transformativen Wandel von Unternehmens- und Destinationsstrukturen voran bringen

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