Strategie beim IHK-Tourismusforum 2026 vorgestellt
Mit der Vorstellung der Strategie „Rheinhessen 2030+“ hat die Region einen Meilenstein für ihre zukünftige Entwicklung gesetzt. Gemeinsam mit zahlreichen Partnern aus Tourismus, Politik und Wirtschaft wurde eine strategische Grundlage geschaffen, die bewusst über klassische Tourismuskonzepte hinausgeht. Wir durften diesen rund 10-monatigen Prozess intensiv unterstützen und gestalten.
Mehr als Tourismus: Zukunftsstrategie für die gesamte Region
„Rheinhessen 2030+“ versteht sich ausdrücklich nicht als klassische Tourismusstrategie. Vielmehr rückt ein ganzheitlicher Ansatz in den Mittelpunkt: Tourismus wird als integraler Bestandteil von Freizeit, Lebensqualität und regionaler Entwicklung gedacht. Damit trägt die Strategie einem gewachsenen Selbstverständnis Rechnung. Tourismus ist in Rheinhessen kein isolierter Wirtschaftszweig, sondern ein Mehrwert für die gesamte Region; für Gäste ebenso wie für die Menschen vor Ort. Er stärkt Identität, Lebensqualität und wirtschaftliche Entwicklung gleichermaßen und wirkt als Impulsgeber für attraktive Orte und eine zukunftsfähige Standortentwicklung.
Landesstrategie als Basis, die eigene DNA als Profil
Ein zentrales Qualitätsmerkmal der Strategie ist ihre klare Einbettung in übergeordnete Entwicklungen. „Rheinhessen 2030+“ knüpft eng an die touristische Zielsetzung des Landes Rheinland-Pfalz sowie an die Entwicklung der Dachmarke Rheinhessen an. Dabei wurde die Mission der Landesebene nicht nur übernommen, sondern konsequent weiterentwickelt und mit einer eigenständigen regionalen DNA aufgeladen. Das Ergebnis ist eine Strategie, die sowohl strategisch anschlussfähig als auch klar profiliert ist.
Besonders deutlich wird dies in der Auswahl der Leitprojekte: Rheinhessen setzt bewusst auf eine Reihe sehr spezifischer, regional verankerter Maßnahmen wie eine Hotel-Offensive, die Etablierung als Bleisure-Region oder die Prüfung eines regionsweiten Gästebeitrags. Daneben werden weitere zentrale Herausforderungen und Chancen der Region von der Weiterentwicklung als Wein-Erlebnisregion über den Ausbau digitaler Angebote bis hin zur Stärkung touristischer Strukturen etabliert.
Konsequente Ausrichtung auf Umsetzung und Verantwortung
Ein drittes zentrales Merkmal von „Rheinhessen 2030+“ ist die klare Fokussierung auf Umsetzbarkeit. Bereits im Strategieprozess wurden die Leitprojekte nicht nur konzeptionell beschrieben, sondern mit konkreten Maßnahmenpaketen, Steckbriefen und Meilensteinen hinterlegt. Gleichzeitig setzt die Strategie stark auf ein gemeinsames Umsetzungsverständnis: Verantwortung wird bewusst verteilt und von mehreren Akteurinnen und Akteuren in der Region mitgetragen. Neben der Rheinhessen-Touristik übernehmen auch Partner der IHK, einzelner Städte und Gemeinden in Rheinhessen sowie Rheinhessenwein wichtige Rollen – ganz im Sinne des Collective-Impact-Ansatzes.
Die Umsetzung erfolgt damit nicht zentral, sondern im Miteinander der Region. Dieses kooperative Verständnis war bereits im Beteiligungsprozess angelegt und wird nun in der Umsetzungsphase konsequent fortgeführt.
Gemeinsames Zukunftsbild mit klarer Perspektive
Mit „Rheinhessen 2030+“ liegt ein strategischer Rahmen vor, der Orientierung gibt und gleichzeitig konkrete Handlungsschritte definiert. Die Strategie versteht sich als gemeinsames Zukunftsbild und als Startpunkt für eine konsequente, partnerschaftliche Umsetzung.
Für uns als begleitende Beratungsagentur zeigt der Prozess beispielhaft, wie eine moderne Destinationsstrategie heute aussehen kann: integriert, beteiligungsorientiert, klar umsetzungsfokussiert und getragen von der Überzeugung, dass Tourismus ein echtes Plus für alle ist.
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Ansprechpartnerin: Silke Orth
Bild: IHK Rheinhessen/Alexander Sell