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Mathias Behrens-Egge in PUBLIC MARKETING 4/2019 zur Digitalisierung im Wandertourismus

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Die Public Marketing – Magazin für Kommunikation und Marketing im öffentlichen Sektor widmet sich in der Ausgabe April 2019 dem Thema Digitalisierung im Tourismus. Das Heft enthält einen Beitrag von Mathias Behrens-Egge im Kapitel „Wandern und Radfahren im Trend“ (Seite 16-17).

Kernaussagen im Beitrag:

  • Die Digitalisierung entlang der Customer Journey ist auch im Natursport von hoher Bedeutung, v. a. für die Information vorab und das Teilen von Eindrücken danach.
  • Mehr als 50% der Wanderer nutzen die Homepages der Destinationen für die Information vor der Reise. Die Website wurde ja schon häufig totgesagt. Es mag vielleicht sein, dass in zwölf Jahren Homepages keine Rolle mehr spielen, aber im Moment hat die Homepage noch eine hohe Bedeutung für die Wanderer. Aus diesem Grund empfehlen wir auch unseren Kunden, ihre Website zu pflegen und regelmäßig zu relaunchen.
  • Mit rd. 65% gibt es eine große, stabile Gruppe von Wanderern und Radfahrern, die sich mithilfe von Karten und Schildern orientieren und das gerne auch weiterhin tun wollen.
  • Unsere Studie belegt, dass es innerhalb der Wanderer eine Gruppe gibt, die von sich sagt: Wenn wir draußen sind, wollen wir nicht durch Internet oder Mobilfunk gestört werden, sondern die Natur genießen. Das sind rd. 40% aller Wanderer, auch in der Altersgruppe der 20 bis 30 Jährigen. In der Altersgruppe bis 20 Jahre sind es immer noch 30%. Wir erwarten, dass diese auch in Zukunft an dieser Einstellung festhalten werden. Es wird also auch zukünftig eine starke Gruppe Freizeitaktiver geben, die während ihrer Wanderung oder Radtour bewusst auf ihr Smartphone verzichten
  • Daneben existiert eine wachsende Gruppe von Menschen, die sich ausschließlich online orientieren. Das sind etwa 25 Prozent bei den Wanderern und ein paar Prozentpunkte mehr bei den Radfahrern. Hinzu kommen rd. 60% der Wanderer, die, die die an mobiler Navigation interessiert sind und diese zukünftig gerne nutzen möchten.
  • Es besteht erheblicher Nachholbedarf bei der digitalen Verlängerung der Wanderangebote. Ein bewusstes Nutzen von digitalen Tools als Verlängerung des Basisangebots – das sehen wir nach wie vor viel zu selten. Darin steckt jede Menge Potenzial. Digitale Angebote können einen großen Mehrwert bieten. Diese erlauben u. a. themen-, zielgruppenspezifische und saisonale Angebote und einen umfangreichen Service, z. B. Hinwiese auf Umleitungen. Tracks können gezielt außerhalb von Brut- und Sperrungszeiten angeboten werden.
  • Die digitalen Tracks sollten eine ebenso hohe Qualität wie die beschilderten Wander- beziehungsweise Radwege haben.